Schachclub verliert dramatisch

Gegen Aufsteiger SK Bebenhausen 3 ging es um eine Vorentscheidung gegen den Abstieg, bei der der Schachclub ersatzgeschwächt antreten musste, da Wolfgang Melcher und Frieder Fronmüller nicht spielen konnten. Zunächst einigte sich Jona Thalheim (1) schnell mit Weiß auf ein Unentschieden durch Dauerschach, da er die gegnerische Variante nicht kannte. Dann unterlief Mannschaftsführer Volker Keuper (6) ein verhängnisvoller Fehler. Im 42. Zug stellte er beim Gewinnversuch, da er einen Mehrbauern hatte, einzügig seine Figur ein. Dies wurde durch Tobias Traier (8) ausgeglichen, der seinen Gegner zur Aufgabe zwang, als Figurenverlust unvermeidbar war. Dann verzichtete Thomas Ganter (3) auf ein Dauerschach, um auf Gewinn zu spielen. Allerdings konnte er anschließend den Mattangriff seines Gegners nicht mehr parieren. Dies glich wiederum Tim Schäfer (5) aus, der seinen Gegner souverän überspielt hatte. Es stand 2,5:2,5 und die letzten drei Partien mussten die Entscheidung bringen. Alle Spieler hatten zum Schluss nur noch ihr Zeitinkrement von 30 Sekunden pro Zug zur Verfügung und die Partien dauerten 5 ½ Stunden. Tom Kälberer (2) stand auf Verlust, als er nach der Zeitkontrolle drei Bauern weniger hatte. Er gewann aber nach und nach zwei wieder und zum Schluss opferte er für den letzten Bauern die Qualität und hielt das Endspiel Turm gegen Springer Remis. Manuel Park (4) stand mit Minusbauer, der zudem ein Freibauer war, im Turmendspiel auch auf Verlust. Nach der vom Gegner verfrühten Abwicklung ins Bauernendspiel konnte er Remis halten, da er rechtzeitig zum Randbauern kam, um entweder den gegnerischen König einzuschließen oder patt gesetzt zu werden. Die letzte Entscheidung kam im Turmendspiel von Andrei Cernomorcenco (7). Mit einem gegen zwei Bauern auf dem gleichen Flügel war die Stellung eigentlich zu halten. Dann ließ er aber den gegnerischen Turm von hinten in seine Stellung eindringen und sein König wurde auf der h-Linie abgeklemmt. Da er jetzt nur noch mit dem Turm lavieren konnte, verbesserte sein Gegner nach und nach seine Königsstellung, bis er an der Grundreihe ankam. Danach tauschte der Gegner ein Bauernpaar und wandelte den letzten Bauern zur Dame um. So ging die Begegnung unglücklich mit 3,5:4,5 Punkten verloren.